Die Kanzel aus dem Refektorium

Projekt: USK_EF/ Ursulinenkloster Erfurt

Ziel war es den Fassungsbestand zu untersuchen und anschließend konservatorische und restauratorische Maßnahmen durchzuführen, um den Erhalt des überlieferten Bestands zu sichern und in einen gepflegten Zustand zu bringen.

Abgeplatzte Sichtfassung mit darunterliegenden Resten einer älteren Fassung

Schwerpunkte der Arbeiten lagen auf der Oberflächenreinigung, der Fassungsfestigung und Fehlstellenergänzung.

Aufarbeitungen fanden in wenigen Bereichen, aus ästhetischen Gründen statt, wie die Standfläche des Rednerpults und die Seiten- und Türinnenfläche des Unterbaus.

Das fehlende linke Gesimsende an der Rückwand wurde rekonstruiert und neu gefasst.

Die gekitteten Fehlstellen der vergoldeten Elemente wurden neu vergoldet.

Aufstehende Fassung vom Holzträger
Fehlstellenergänzung durch Vergoldung

Die Figurengruppe: Jesus, Maria und Josef konnten vor allem durch eine Oberflächenreinigung eine gestärkte Farbintensität zurückerhalten. Ziel ist es, die Figuren auf ihren ursprünglichen Stellplatz auf der Konsole der Rückwand zu montieren.

Linke Gewandhälfte nach der Reinigung

Der bis heute überlieferte Bestand der barocken Kanzelelemente und der drei Figuren mit jeweiligem Strahlenkranz ist nach der Bearbeitung Ende 2020/Anfang 2021 in einem konservierten und gepflegten Zustand. Je nach Bereich und Problemstellung wurde zwischen einer Konservierung, Aufarbeitung, Rückarbeitung oder Rekonstruktion entschieden.

Für die Bearbeitung wurde die demontierte Kanzel in das Restaurierungsatelier transporteiert.

Die Wiedererrichtung erfolgt im Anschluss an Instansetzungsmaßnahmen des Refektoriums.

Ursprünglicher Standort vor der Demontage