Marienmosaik

Das Mosaik befand sich am ehemaligen Westgiebel des Erfurter Doms.
Nach dem Rückbau und langjähriger Einlagerung, gelang es 2016 in die Hände von Janka Acht. Das Domkapitel ermöglichte ihr, ihre Master-Thesis an der FH-Erfurt über das Objekt zu schreiben.
Nach erfolgreichen Analysen und Erstellung eines Restaurierungskonzepts folgte das Projekt “Errichtung des restaurierten Marienmosaiks im Dachstuhl des Erfurter Doms”.

Aufnahme vor 1968

Bearbeitung der Fugen:
Der ursprüngliche Setzmörtel wurde mechanisch aus den Fugen entfernt.

Glasklebung:
Gebrochene Tesserae wurden mit einem Injektionsklebstoff für Glas wieder zusammengesetzt.

Trägerplatte:
Der neue Setzmörtel stellt die Verbindung zwischen Trägerplatte und Mosaik. Das SKZ in Halle entwickelte eine speziell beschaffene Trägerplatte, die zum einen leicht und zum anderen äußerst stabil ist.

Mörtelauftrag:
Ein speziell für das Marienmosaik entwickelter Mörtel dient als neuer Setzmörtel. In Zusammenarbeit mit der MFPA Weimar wurde ein Mörtelsystem entwickelt, was den klimatischen Bedingungen im Dachraum standhält.

Vorderseite:
Die Abnahme des “facings” enthüllte die Vorderseite des Mosaiks nach über 20 Jahren.

Aufhängung:
In mehreren Abschnitten entstand die heutige museale Präsentation auf dem Dachstuhl. An einer Lochblechwand hängend, zeigt das einstige Fugenbild der Werksteine heute die Geschichte des Mosaiks.


Geführte Besichtigungen finden von Mai bis Oktober statt.
Hier geht’s zur Anmeldung:

http://www.dom-erfurt.de/index.php?article_id=16